Gas-Saunaofen

Das solltest du wissen

Mit einem gasbetriebenen Saunaofen lässt sich Deine Sauna schnell und effektiv aufheizen. Durch die Verbrennung von Gas wird die notwendige Wärme erzeugt, die über Saunasteine gleichmässig in der Sauna verteilt wird. Durch die Kombination von schnellem Aufheizen, präziser Temperaturregelung und der Möglichkeit, Dampf für Aufgüsse zu erzeugen, bietet der Gassaunaofen ein komfortables und intensives Saunaerlebnis. Beim Betrieb eines gasbetriebenen Saunaofens sind jedoch einige Dinge zu beachten. Worauf Du achten solltest und ob ein Gas-Saunaofen für dich geeignet ist, erfährst Du hier.

Funktionsweise eines Gas-Saunaofens

Ein Gas-Saunaofen ist ein speziell für Saunen entwickeltes Heizgerät, das durch die Verbrennung von Gas – meist Erdgas oder Propangas – Wärme erzeugt, um die Sauna auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die Funktionsweise kann in mehrere Schritte unterteilt werden:

1. Gaszufuhr

Der Gas-Saunaofen ist über eine Gasleitung mit einer Gasquelle verbunden. Wer keinen Gasanschluss hat, sich aber trotzdem einen gasbetriebenen Saunaofen anschaffen möchte, kann diesen auch mit einer Zuleitung zu einer austauschbaren Gasflasche verbinden. Dabei kann zwischen Flüssiggas und Erdgas gewählt werden. Ein Gasregelventil sorgt dafür, dass das Gas in der richtigen Menge in die Brennkammer des Ofens geleitet wird.

2. Zündung des Gases

Nach dem Einschalten des Ofens wird das Gas in der Brennkammer durch eine Zündvorrichtung entzündet. Dies geschieht entweder automatisch durch einen elektronischen Zünder oder manuell durch einen Piezozünder (mechanisches Zündsystem, das durch Knopfdruck einen Funken erzeugt). Sobald das Gas entzündet ist, beginnt es zu brennen und erzeugt Wärme, die zur Erwärmung der Saunasteine und der Raumluft genutzt wird.

3. Erwärmung der Saunasteine

Über dem Brenner befindet sich eine Ablage oder ein Rost, auf dem Saunasteine liegen. Diese Steine speichern die vom brennenden Gas erzeugte Wärme und geben sie gleichmässig an die Luft in der Sauna ab. Die Saunasteine sind entscheidend für eine konstante und gleichmässige Wärmeverteilung.

4. Temperaturregelung

Die Temperatur in der Sauna kann mit einem Thermostat oder einem manuellen Regler am Gasofen eingestellt werden. Typische Temperaturen liegen zwischen 70 und 100 °C. Der Gas-Saunaofen hält diese Temperatur konstant, indem er die Gaszufuhr entsprechend anpasst.

5. Dampferzeugung

Um die Luftfeuchtigkeit in der Sauna zu erhöhen, kann Wasser über die heissen Saunasteine gegossen werden. Dadurch verdampft das Wasser sofort und es entsteht der typische Saunaaufguss, der für ein intensiveres Schwitzgefühl sorgt.

Eignung von Gas-Saunaöfen

Geeignet für:

Nicht geeignet für:

Energie-Effizienz

Die Energieeffizienz eines Gas-Saunaofens ist in der Regel sehr gut, insbesondere bei grossen Saunaanlagen und häufigem Saunabetrieb. Der Wirkungsgrad moderner Gas-Saunaöfen liegt oft zwischen 85 % und 95 %, d.h. ein Grossteil der eingesetzten Energie wird in Wärme umgewandelt. Dieser hohe Wirkungsgrad ist vergleichbar mit dem von Gasheizungen in Wohngebäuden. Der Wirkungsgrad hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem verwendeten Gas, der Verbrennungstechnik und der korrekten Installation des Ofens. 

Da Gas eine hohe Energiedichte hat, kann die Sauna in kurzer Zeit auf Betriebstemperatur gebracht werden. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie, da der Ofen nicht über lange Zeiträume betrieben werden muss, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Gasöfen erzeugen kontinuierlich und gleichmässig Wärme, die effektiv an die Saunasteine abgegeben wird. Diese speichern die Wärme und geben sie gleichmässig an den Raum ab. Dadurch muss der Ofen nicht ständig laufen, was den Energieverbrauch senkt. Ausserdem sind Gas-Saunaöfen mit modernen Brennern ausgestattet, die eine saubere und effiziente Verbrennung ermöglichen. Viele Modelle verfügen über integrierte Thermostate und Regelmechanismen, die den Gasverbrauch optimieren und den Ofen effizienter machen.

Hinsichtlich der Umweltaspekte hängt die Nachhaltigkeit stark von der Gasquelle ab: Erd- und Flüssiggas verursachen CO2-Emissionen, während die Verwendung von Biogas oder anderen erneuerbaren Gasquellen die Umweltbelastung verringern kann. In Gebieten, in denen Strom aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, kann ein Gas-Saunaofen effizienter und umweltfreundlicher sein als ein Elektro-Saunaofen. Ein Vorteil gegenüber einem Holzsaunaofen ist, dass bei der Verbrennung in einem gasbetriebenen Saunaofen weder Russ noch Rückstände entstehen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Kaufempfehlungen

Aufgrund der hohen Anforderungen an Installation und Sicherheit kommen Gas-Saunaöfen vor allem in gewerblichen Saunen, beispielsweise in Hotels, Fitnessstudios oder Wellnesszentren, zum Einsatz. In Privathaushalten werden sie selten verwendet.

Für den privaten Gebrauch eignen sich vor allem Elektro-Saunaöfen, da sie keine Abgasführung benötigen, die Anforderungen an die Installation geringer sind und es ein grosses Angebot an Öfen gibt. Für eine Aussensauna kann auch ein Holz-Saunaofen eine geeignete Lösung sein.

Gas-Saunaöfen haben sehr hohe Anforderungen an Installation und Sicherheit

Falls Du Dich für einen Gas-Saunaofen entscheidest , solltest Du Dich an einen Experten wenden.

Installationsanforderungen von Gas-Saunaöfen

Bauliche Anforderungen

Dein Gas-Saunaofen muss mit einem ausreichend dimensionierten und fachgerecht installierten Abgassystem ausgestattet sein, das die Verbrennungsgase sicher ins Freie ableitet. Es muss ein geeigneter Schornstein oder ein Abgasrohr installiert werden, damit keine gefährlichen Gase, wie z.B. Kohlenmonoxid, in den Aufstellraum oder in die Sauna gelangen können.

Eine ausreichende Belüftung ist notwendig, um die Verbrennung des Gases zu unterstützen und Abgase sicher abzuführen. Ein Raum ohne gute Frischluftzufuhr kann gefährliche Ansammlungen von Abgasen wie Kohlenmonoxid verursachen. Oft müssen bei der Installation Frischluftkanäle eingeplant werden, um sicherzustellen, dass genügend Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung steht. In geschlossenen Räumen ist die Installation eines Kohlenmonoxid-Melders Pflicht. Er dient als Warnsystem bei einer möglichen Fehlfunktion der Abgasführung oder bei Gaslecks.

Es sollten geeignete Brandschutzvorrichtungen in der Nähe des Saunaofens vorhanden sein, wie z.B. Feuerlöscher.

Standortwahl

Der Standort Deiner Sauna solltest Du so wählen, dass eine sichere Abführung der Abgase möglich ist, und Du den vorgeschriebenen Abstand zu brennbaren Materialien einhältst. Der Raum, in dem Du den Ofen installieren wirst, muss sowohl an die Gasversorgung angeschlossen als auch an das Abgassystem angebunden werden können.

Innerhalb der Sauna kannst Du den Standort des Ofens frei und flexibel wählen. Wichtig ist nur, dass die entsprechenden Zuleitungen für Gas und Abluft gewährleistet sind. Der Ofen musst Du in ausreichendem Abstand zu allen brennbaren Materialien (Holzwände, Holzbänke, Handtücher) aufstellen. Diese Abstände sind oft in den Herstelleranleitungen angegeben. Wenn Du den Gasofen direkt an der Wand aufstellen möchtest, solltest Du einen Abstand von ca. 30 cm einhalten. Je nach Bauart des Ofens benötigst Du zur Sicherheit eine feuerfeste Unterlage, z. B. eine Stein- oder Keramikplatte.

Sicherheitsaspekte

Für die Sicherheit eines Gas-Saunaofens musst Du folgende Aspekte berücksichtigen:

Der Ofen soll über gewisse Sicherheitsanforderungen verfügen
Der Saunaofen muss fachgerecht installiert werden
Der Ofen muss sachgemäss gewartet werden
Die gesetzlichen Vorgaben müssen erfüllt sein

Gesetzliche Vorschrift bei Gas-Saunaöfen

Installations- und Wartungsarbeiten müssen durch Fachexperten erfolgen.

Detaillierte Informationen zu den Sicherheitsaspekte des Saunaofens, die Installationsanforderungen, sachgemässe Wartung und gesetzlichen Vorschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz findest Du in unserem Artikel: Sicherer Gas-Saunaofen: Installation, Wartung & Vorschriften.

Häufig gestellte Fragen zum Gas-Saunaofen

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